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Prof. Dr. Sven Ove Hansson (Uppsala University, SE)
tbd
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Dr. Lucy Osler (University of Exeter, UK)
AI in its many forms is often presented as a driver of “progress”: improving lives, accelerating solutions, and expanding human possibilities. This talk offers a critical framework for assessing such claims. Drawing on a pragmatist understanding of progress, it proposes that genuine progress consists in removing entrenched obstacles to human flourishing – especially where deprivation, exclusion, and domination persist.
Against this standard, I examine how and why AI’s most celebrated promises often misfire. First, the political economy of AI entails massive opportunity costs: While severe deprivation remains cheaply preventable, extraordinary resources are channelled into ever more powerful IT systems. Second, “sustainable AI” narratives often function as a reputational alibi rather than meeting defensible threshold standards of sustainability. Third, some of the most ambitious AI imaginaries carry troubling assumptions about authority and hierarchy, about who decides and who counts.
The critical conclusion is not anti-technology, but firmly pro-justice. It is imperative to resist any potential hypes, to ask critical questions, and to accept responsibility for just regulation and reform as a shared political task. Furthermore, genuine progress needs to begin by taking seriously those at the margins.
Speaker: Prof. Dr. Elena Esposito, Universität Bielefeld, DE
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Prof. Dr. Tilo Wesche, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, DE
Artificial intelligence is rapidly becoming a structuring force in contemporary life. From scientific research and public administration to everyday communication and self-understanding, AI systems shape how we act, decide, and relate to one another. Yet their rapid diffusion raises urgent philosophical and political questions: What kind of progress does AI promise and for whom? How do algorithmic systems transform responsibility, agency, and justice? Who is likely to suffer from the watchful eye of AI systems? Can democratic societies meaningfully govern technologies that increasingly govern them?
This semester of Taming the Machines explores these questions from interdisciplinary perspectives in philosophy, political theory, and science and technology studies. We invite you to reflect with us on AI as a site of power and normativity, and examine its role in economic and political ordering, surveillance and security, knowledge production, and the formation of subjectivity. And also to considers more intimate dimensions, such has how interactions with such systems might reshape self-knowledge, dialogue, creativity, and even solitude.
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Prof. Dr. Azadeh Akbari, Goethe-Universität Frankfurt, DE
This paper develops the concept of uneven datafication, drawing on literature on coloniality, uneven development, and dependency theory. Uneven datafication refers to uneven development in the contemporary political economy of data, showing how global cycles of differentiation and totalisation perpetuate inequality to sustain capitalist structures. Datafication is neither homogeneous nor universal, but marked by colonial continuities, spatial differentiation, and temporal unevenness. Uneven datafication operates through three interrelated dynamics. First, territorialisation, deterritorialisation, and reterritorialisation produce uneven geographies of digital colonial capitalism, from datafied bodies to platform infrastructures and space-based data centres. Second, dispossession enacts spatial, temporal, and dehumanising violence, ranking populations as more or less valuable and enforcing biopower ‘within’ and necropower ‘beyond’. Third, unequal exchange sustains asymmetrical valuation and circulation of data and data labour, enabling Big Tech and core economies to extract surplus value from peripheral regions.
Uneven datafication thus sustains colonial capitalist accumulation through differentiated dispossession and dependency across populations, spaces, and classes.
Prof. Dr. Darian Meacham (Maastricht University, NL)
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Serendipity Prompting. Wie wir durch LLMs Denkblockaden überwinden und über den eigenen Tellerrand schauen können
mit Dr. Thorsten Dresing, Dipl.Päd., Thorsten Pehl & Prof. Dr. Uwe Krähnke
Generative KI wird häufig als eindimensionale Stichwortgeberin oder finaler Textgenerator genutzt. Bei dem in der Vorlesung vorgestellten Serendipity-Prompting wird diese Praxis umgekehrt: Durch eine spezifische Prompt-Architektur agiert das LLM als mäeutischer Impulsgeber, der die Nutzer:innen im Zuge eines iterativen Dialogs zu einer reflexiven Wissensaneignung herausfordert. An einem konkreten Beispiel aus der qualitativen Forschung wird demonstriert, wie die Nutzer:innen auf Limitationen der eigenen Sichtweise stoßen und zu neuartigen Perspektiven gelangen können. Über weitere Anwendungsmöglichkeiten des Serendipity-Prompting in Forschung und Lehre soll nach der Präsentation gemeinsam diskutiert werden.
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Dr. Melanie Andresen, DeepL, Köln
Die Digitalisierung hat mittlerweile auch in den Geisteswissenschaften Einzug gehalten – sowohl in der Forschung als auch in den außeruniversitären Berufsfeldern. Jenseits der Nutzung des Computers zum Schreiben von Texten und zum Surfen im Internet hat sich im Rahmen der so genannten Digital Humanities ein breites Spektrum an Methoden entwickelt, die das traditionelle Handwerkszeug der Geisteswissenschaften mit neuen Möglichkeiten ergänzen.
Die Vorlesung bietet einen einführenden Überblick über die digitalen Technologien und Verfahren, die heute zum Einsatz kommen, um Texte zu analysieren, auf digitalen Plattformen zu präsentieren und für die Nachwelt zu archivieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Verfahren und Werkzeugen der Sprach- und Literaturwissenschaften. Neben einer Bestandsaufnahme und der Präsentation von Beispielanwendungen zielt die Vorlesung auf die Reflexion der mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen des geisteswissenschaftlichen Forschungs- und Arbeitsprozesses. Es soll jeweils nach dem methodologischen und konzeptionellen Zugewinn gefragt werden, den das neue Methodenparadigma der Digital Humanities birgt oder bergen könnte.
Sitzungen, die in einzelne Grundlagenbereiche der Digital Humanities einführen, wechseln sich mit Berichten aus aktuellen Forschungsprojekten ab.
Die Vorlesung richtet sich an alle, die ein Interesse an digitalen Verfahren in textbezogenen Geisteswissenschaften haben. Auch wenn der Schwerpunkt der vorgestellten Projekte in den Sprach- und Literaturwissenschaften liegt, können die Methoden grundsätzlich interdisziplinär angewendet werden. Es werden keine Vorkenntnisse der digitalen Methoden vorausgesetzt.
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Geschlecht konstituiert Wissen und Wissen konstituiert Geschlecht. Die wechselseitige Abhängigkeit und Bedingtheit von Gender und Wissen ist allgegenwärtig – sei es in der Sprache, Literatur, Kunst, den Medien, der Geschichtsschreibung, Politik, im Gesundheitswesen, Bildungsbereich oder der Arbeitswelt. Die Ringvorlesung "Gendering Knowledge" versucht, die Strukturierung und Organisation von Wissen in diesen und anderen Bereichen zu erhellen und kritische Bezüge zu gesellschaftlichen (Macht-)Diskursen herauszuarbeiten.
In diesem Wintersemester richten wir den Blick auf den Körper und (Prozesse/Phänomene von) Verkörperung in Wechselwirkung mit Geschlecht und Wissen.
Uns interessiert:
- Wie schreibt sich Wissen in Körper ein und inwiefern können Körper zu Trägern eines bestimmten Wissens gemacht werden?
- Wie werden Körper semiotisch für Geschlechts- und Sexualitätskonstruktionen eingesetzt? In welchem Verhältnis stehen oder standen die Vielfalt von Körpern und binäre Geschlechtsmodelle?
- Welche Rolle spielt Somatizität (Körperlichkeit) für die (Re-)Produktion von Wissen?
- Welche Bedingungen stellen Räume (öffentlich, privat, urban, rural) an Körper und umgekehrt?
- Welche Vorstellungen und welches Wissens entwickeln die bildenden und performativen Künste von einer Ästhetik des Körpers? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Fragment, Bewegung, Vulnerabilität, Idealisierung usw.?
- Inwiefern werden auch Naturwissenschaften wie Biologie, Medizin, Pharmakologie und Anatomie hinsichtlich ihrer Betrachtung des menschlichen Körpers von Wissen über Geschlecht beeinflusst?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, haben wir Wissenschaftler:innen aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften eingeladen, um die Trias Körper – Geschlecht – Wissen aus ihrer jeweiligen fachlichen Perspektive genauer zu beleuchten. Neben aktuellen Forschungen der Universität Hamburg ergänzen Gäst:innen die Ringvorlesung.
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KI-Kompetenz? KI-Chatbot-Didaktik ist der Schlüssel! mit Dr. Wolfgang König
KI-Kompetenz wird auch an Hochschulen zur zentralen Zukunftsfähigkeit – doch ihr Erwerb ist kein Selbstläufer. Erst durch gezielte KI-Chatbot-Didaktik lernen Studierende, KI reflektiert, kritisch und produktiv einzusetzen. Wer Lehre neu denkt, erkennt: KI-Chatbot-Didaktik ist der zentrale Schlüssel für eine wirksame Hochschulbildung.
Dr. Wolfgang König ist KI-Experte beim Bildungswerk der Wirtschaft gGmbH und wird u.a. von der LinkedIn-Newsredaktion empfohlen. Er ist Interviewpartner u.a. im Deutschlandfunk und ZDF. In der Erwachsenenbildung ist er für das von ihm entwickelte Graue-Box-Modell der Chatbot-Didaktik bekannt sowie für das KI-Chatbot-Lernframework. Er verantwortet im Netzwerk Q (gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) verschiedenen Lernpakete zu KI-Didaktik und KI-Compliance. Seit März 2026 leitet er den Weiterbildungsverbund KI-Kompetenz (Kofinanziert von der Europäischen Union).
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Kittel, Code, VR-Brille: wie intelligent muss KI sein, um in der ärztlichen Ausbildung zu unterstützen?«
mit Prof. Benjamin Risse
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Menschzentrierte KI-Implementierung in der Praxis: Einblicke aus dem BSP-Drittmittelprojekt Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur«
mit Kristina Bodrozic-Brnic
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Philipp Hacker untersucht in seinem Vortrag die urheberrechtlichen Implikationen generativer KI für die Internetsuche anhand des EuGH-Verfahrens Like Company v. Google und der Entscheidung in Sachen GEMA gegen OpenAI des LG München I. Er zeigt, dass KI-Training regelmäßig als Vervielfältigung einzuordnen ist und häufig unter die Text- und Data-Mining-Ausnahme fällt, während KI-generierte Ausgaben journalistischer Inhalte eine öffentliche Wiedergabe darstellen können. Das Modell selbst rückt in das Zentrum der urheberrechtlichen Verantwortung. Diese Verantwortung liegt dabei primär bei den KI-Anbietern. Abschließend beleuchtet der Vortrag die Folgen für Pressefreiheit, Vergütungssysteme und die europäische Plattformregulierung.
Prof. Dr. Philipp Hacker, LL.M. (Yale), ist Inhaber des Lehrstuhls für Recht und Ethik der digitalen Gesellschaft an der European New School of Digital Studies (ENS) der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Derzeit konzentriert sich seine Forschung auf die Regulierung digitaler Technologien, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. Philipp Hacker arbeitet häufig mit Informatiker*innen und Mathematiker*innen zusammen, insbesondere zu Fragen der erklärbaren KI, der algorithmischen Fairness und den Klimafolgen von KI. Für seine Arbeit erhielt er mehrere akademische Preise, darunter 2020 den Wissenschaftspreis der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik. Er berät regelmäßig nationale und EU-Gesetzgeber, Regulierungsbehörden und die Industrie.
Diese Lecture findet hybrid statt. Es ist eine digitale Teilnahme via Zoom und eine Teilnahme in Präsenz möglich. Die Zugangsdaten für die digitale Teilnahme erhalten Sie nach Anmeldung am Veranstaltungstag per E-Mail.
Die AG Digitale Lehre WISO und das DL-Büro WISO laden alle Lehrenden ein, sich zum Thema generative KI und Prüfungen auszutauschen.
Unter dem Motto „Wie macht ihr’s mit gKI & Prüfungen? Was passiert in unserem Fach?" ist das Treffen eine Gelegenheit für den Erfahrungsaustausch, die Diskussion und die gegenseitige Information. Mehrere Lehrende wollen zu Beginn des Treffens ihre Perspektive darlegen. Anschließend bleibt reichlich Zeit für den Austausch.
Ein erstes Treffen von Interessierten zu Digital- und Datenpraktiken in Forschung und Lehre in der WISO (WISO-Meetup DDL) hat in der Akademischen Woche WISO im Herbst 2025 stattgefunden. Das Treffen am 24. März 2026 soll nun die Fortsetzung sein.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Interessierte Lehrende (oder mit der Lehre befasste Personen) aus anderen Fakultäten oder Einrichtungen der UHH sind ebenfalls willkommen.
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Welche Auswirkungen haben das Aufeinandertreffen von traditioneller Internetsuche und generativer künstlicher Intelligenz auf das Informations-Ökosystem? Diese Frage steht im Zentrum des 16. Hamburger Mediensymposiums, veranstaltet vom HBI sowie der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg.
Die traditionelle Suche und generative künstliche Intelligenz (KI) verschmelzen von beiden Seiten. Durch sogenanntes Grounding – unter anderem auf der Basis von Medieninhalten – beantworten KI-Bots inzwischen Fragen, die Bürger*innen auch an Medien richten. Gleichzeitig integrieren Suchmaschinen zunehmend KI-Elemente in ihre Funktionsweise und die Ergebnispräsentation. Die Auswirkungen auf das Informations-Ökosystem sind beträchtlich und könnten mediale Angebote potenziell gefährden. Wir müssen sowohl die Architektur der Technologien als auch die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse der Bürger*innen, die an diese Angebote herangetragen werden, besser verstehen.
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir die aufgeheizte Debatte mit kommunikationswissenschaftlichen sowie medienrechtlichen, regulatorischen und medienökonomischen Einordnungen versorgen und diese aus unterschiedlichen Praxisperspektiven diskutieren.
Universität Hamburg
Adeline Scharfenberg
Universität Hamburg
Adeline Scharfenberg
Universität Hamburg
Adeline Scharfenberg