Dr. Sonja Hänzelmann and Dr. Fabian Hausmann, Institute of Medical Systems Biology, UKE
In diesem intensiven 3-tägigen Kurs werden Sie in die Welt der Data Literacy (Die Fähigkeit, kompetent mit großen Datenmengen umzugehen) eingeführt. Der Kurs bietet eine praxisnahe Herangehensweise an biomedizinische Probleme, bei denen die Teilnehmer:innen lernen, wie sie relevante Erkenntnisse aus komplexen Datensätzen gewinnen können.
Topics:
Grundlagen der Dateninterpretation und Data Literacy: Verständnis von Schlüsselbegriffen und Konzepten im Bereich Data Literacy
Python für die Datenanalyse: Einführung in die Programmiersprache Python für Datenanalyse und -manipulation
Einführung in Data Mining-Techniken: Überblick über verschiedene Data Mining-Methoden und ihre Anwendungen im biomedizinischen Bereich.
Praktische Anwendung von Clustering, Klassifizierung und automatischer Mustererkennung
Anwendung auf biomedizinische Probleme: Bearbeitung eines ausgewählten biomedizinischen Problems durch ein Gruppenprojekt
Visualisierung und Interpretation der Ergebnisse: Effektive Kommunikation von Analyseergebnissen durch Datenvisualisierung
Interpretation und Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse im biomedizinischen Kontext
Mohammad Heidarzadeh (CSMC Hamburg)
Wikidata is a collaboratively edited knowledge graph that structures information from Wikipedia and many other sources into machine-readable data. Since its launch in 2012, it has become one of the largest open structured knowledge bases in the world, used by researchers, cultural institutions, developers, and the Wikimedia communities.
This talk introduces Wikidata and explains why structured open data has become increasingly important for research and knowledge infrastructures. The presentation will explore how Wikidata can be used both in academic research and in non-academic contexts such as cultural heritage projects, digital tools, and public knowledge initiatives.
Participants will learn how information in Wikidata is modeled, how it can be queried using SPARQL through the Wikidata Query Service, and how researchers and developers can reuse this data to build new tools and visualizations. The talk will also present several tools and projects that are built on top of Wikidata, demonstrating how open structured data can support new forms of knowledge exploration, analysis, and reuse.
Florian Barth, Mathias Göbel (SUB Göttingen)
Im Workshop erzeugen wir mit der Natural-Language-Processing-Pipeline MONAPipe automatische Annotationen. Nach einer kurzen Einführung können Teilnehmende selbst wählen, welche textuellen Kategorien zur Anwendung interessant erscheinen: Es stehen Demo-Notebooks für linguistische Konzepte (morphosyntaktische Kategorien, Sprecher, Koreferenz), Entitäten (inkl. Entity Linking) sowie semantische und narrative Analysen (z. B. literarische Ereignisse, Raumkonzepte, reflexive Passagen) zur Verfügung. Die angewandten Modelle reichen von klassischen Machine-Learning-Classifiern bis hin zu strukturiert integrierten großen Sprachmodellen (LLMs).
Wir arbeiten mit Texten aus dem TextGrid Repository. Dieses umfasst eine Vielzahl von digital publizierten Texten unterschiedlicher Sprachen. Ziel des Workshops ist es, selbst erstellte Anreicherungen in einen Annotation Store einzuspielen, der eine Darstellung der Annotationen gemeinsam mit dem ursprünglich publizierten Text ermöglicht.
Zur Ausführung und zum Verständnis der Jupyter-Notebooks sind grundlegende Python-Kenntnisse hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Wir werden auf den jeweiligen Kenntnisstand der Teilnehmenden eingehen.
Dr. Melanie Andresen
Programmieren zu können eröffnet zahlreiche Möglichkeiten bei der Aufbereitung und Analyse von Daten und weit darüber hinaus. Aber wie schafft man den Einstieg ganz ohne Vorkenntnisse? In diesem Workshop probieren wir gemeinsam aus, wie man ein LLM als Lerncoach einsetzen kann.
Prof. Dr. Berenike Herrmann (Universität Bielefeld)
„Data literacy is the ability to collect, manage, evaluate, and apply data, in a critical manner“ (Ridsdale et al., 2015). Aber was heißt das in der universitären Forschung und Lehre? In diesem Workshop wird das Konzept der Data Literacy anhand von spezifischen Anwendungsszenarien erläutert, die in der Community of Practice „Data Literacy“ der „Bielefelder Lehrinnovationen für kollaborative Entwicklung digitaler Lehr-/Lernformate – BiLinked“ entwickelt wurden. Beleuchtet werden neben domänengenerellen Aspekten wie Computational Literacy, Forschungsdatenmanagement und Data Awareness domänenspezifische Szenarien der Computational Literary Studies wie Korpusbau, Operationalisierung und Fragen der Tool-Anwendung. Der Workshop stellt ein neues (digitales) Handbuch zum Thema vor, das auch Selbstlerneinheiten (Open Educational Resources, OER) umfasst.
Tim Fischer, Julia Pawlowski (Hub of Computing and Data Science)
Die qualitative Inhalts- und Diskursanalyse von umfangreichen oder multimodalen Datenmengen stellt Forschende oft vor methodische und zeitliche Herausforderungen. In diesem Workshop erproben wir die Arbeit mit der Discourse Analysis Tool Suite (DATS), einer frei verfügbaren, KI-gestützten Open-Source-Webanwendung, die das HCDS speziell für diese Zwecke entwickelt hat.
Im Workshop durchlaufen wir gemeinsam den typischen Workflow eines qualitativen Forschungsprojekts: Wir schauen uns an, wie DATS unterschiedlichste Datenformate (Text, Bild, Audio und Video) verarbeiten und durch automatisierte Vorverarbeitung – wie etwa automatische Transkription, Bild-Captioning oder Objekterkennung – anreichern kann. Anschließend testen wir die KI-gestützte Annotation und Kategorisierung von Texten, die semantische Suche über verschiedene Medien hinweg sowie die visuelle Interpretation der Ergebnisse auf interaktiven Whiteboards.
Technische Vorkenntnisse, Erfahrungen mit Machine Learning oder eine vorherige Software-Installation sind nicht nötig, da DATS im Browser läuft. Ziel des Workshops ist es, einen ersten praxisnahen „Hands-on“-Eindruck zu vermitteln, sodass Sie DATS im Anschluss direkt für Ihre eigenen Forschungsprojekte nutzen können.
Universität Hamburg
Adeline Scharfenberg
Universität Hamburg
Adeline Scharfenberg
Universität Hamburg
Adeline Scharfenberg